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neues wohnen schwaig

Projekttyp: Wettbewerb

Die Gemeinde Schwaig beabsichtigt, an dem Standort an der Parkstraße 13 / Heimstraße 2 in Schwaig geförderte Wohnungen nach dem kommunalen Wohnungsförderprogramm zu errichten. Das architektonische Konzept verfolgt folgende Ziele:

Harmonisches Einfügen in den Siedlungscharakter durch Aufnahme der Gebäudegrößen und Dachformen der umliegenden Bebauung.
Qualitätvoller & wirtschaftlicher Baustandard durch individuelle Gebäudekubaturen und Materialkombinationen in der Fassade.
Angebot einer Nachbarschaftsbildung durch die Herstellung eines offenen Innenhofs.

Städtebauliches & Architektonisches Konzept

Das städtebauliche Konzept zielt auf eine, dem gewachsenen Siedlungscharakter angleichende, Bebauung ab. Hierbei sind jeweils zur Park- & Heimstraße eher größere Mehrfamilienhäuser prägend, wohingegen in der Schulstraße eher kleinteilige Bebauungen vorherrschen.  Entsprechend legt sich die Wohnanlage schützend um den nachbarschaftsbildenden Innenhof. Durch Auflösen der Ringbebauung in Solitäre wird zum einen die heterogene
umliegende Bebauung aufgenommen. Weiterhin werden die eingangs erläuterten Charaktere in den einzelnen Straßen aufgegriffen, womit sich die städtebauliche Struktur harmonisch in das Umfeld einfügt.

 

Fassadenkonzept

Bei der Fassade wird auf eine qualitätvolle Wirtschaftlichkeit Wert gelegt. Ein preiswertes Wärme-Dämm-Verbundsystem soll durch einen Strukturputz hochwertig in Erscheinung treten. Gleichzeitig werden die Fenster in einer Art Fassadenband durch Holzvertäfelungen abgesetzt. Diese schaffen einen ökologischen Übergang zwischen Fassade und Außenraum.
Die Eingangsbereiche werden in Ihrer Materialität im Zusammenspiel zu Fenstern und Einfassungen der Holzelemente ausgeführt. Die Dachformen sind, im Hinblick auf die umliegende Bebauung, bewusst als Schrägdach ausgeführt. Dies hat weiterhin den Vorteil das PV-Anlagen untergebracht werden können und einen sichtlichen Einfluss auf die Architektur zu
nehmen. Eine Flachdachlösung wäre mit Sicherheit die wirtschaftlichere Lösung gewesen, wäre aber gleichermaßen als Fremdkörper in der Siedlung wahrgenommen worden.

Freiraumkonzept

Der Freiraum der Wohnanlage verfolgt das Konzept eines gemeinschaftlichen Wohngartens, ohne feste Zonierungen und
Teilungen. Aus der Struktur der Bebauung folgend entwickelt sich ein äußerer Ring zu den öffentlichen Straßen, welcher Zugangsbereiche und Zufahrten aufnimmt, sowie mithilfe seiner intensiven Pflanzzonen der ökologischen Versickerung anfallenden Regenwassers dient. Der innere Wohngarten strahlt durch die Lücken des Gebäuderinges hindurch. Schmale Wege bieten Durchwegung und Zugang in den Hof und zwischen den Gebäuden an. Wohnungen des Erdgeschosses erhalten große Holzterrassen als direkte Verbindung aus dem privaten Innenraum in den Gemeinschaftsgarten. In die naturnahe
Gestaltung sind im Zentrum Spiel und Aufenthaltsbereiche positioniert. Diese gemeinschaftlichen Strukturen bilden eine Art
weicher Kern aus, welcher die Mitte der Anlage bestimmt. Sie schaffen eine integrative Atmosphäre, welche altersübergreifend
und sozioneutral, die Bewohner aufnimmt und verbindet.